Der Sonntag ist kein Tag wie jeder andere!

 
Allianz für den freien Sonntag

Gründung der Allianz für den freien Sonntag in Bayern


Augsburg, 22. November 2006. Gerade rechtzeitig zur Diskussion um das geplante bayerische Ladenschlussgesetz haben sich kirchliche und gewerkschaftliche Arbeitnehmer zu einer „Allianz für den freien Sonntag“ in Bayern zusammengeschlossen.
Bei der Gründungsveranstaltung in der Münchner Markuskirche erklärte der Landesfachbereichsleiter der Gewerkschaft ver.di Handel in Bayern, Hubert Thiermeyer: „Dies ist zur richtigen Zeit das richtige Bündnis. Wir wehren uns damit gegen die fortschreitende Demontage des Sonntags und des Ladenschlusses”.
Diakon Erwin Helmer von der katholischen Betriebsseelsorge prangert die zunehmende Aushöhlung des Sonntagsschutzes an: „Man hat manchmal den Eindruck, der Sonntag ist zum Abschuss frei gegeben. Die ständig weitergehende Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten, die neu geschaffene Möglichkeit, sonntags die Autowaschanlagen laufen zu lassen, die zahlreichen Verstöße gegen den Sonntagsschutz müssen jetzt durch eine breite Allianz der Sonntagsschützer abgestellt werden”.
Mehr dazu finden Sie unter:  Allianz für den freien Sonntag
Die Allianz für den freien Sonntag in Bayern hat eine Postkartenaktion gestartet an der Sie sich hier beteiligen können.
Bitte drucken Sie die
Postkarte aus und senden Sie an Herrn Ministerpräsident Horst Seehofer!





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Wie billig ist zu billig???  -  warum Mindestlohn?!

Leider ist in Deutschland ein Zuwachs entwürdigender Löhne zu verzeichnen. Immer mehr Menschen verdienen selbst in Vollzeit nicht mehr genug, um für sich und ihre Familie sorgen zu können. Für 2,5 Millionen Menschen in Deutschland reicht eine Vollzeitstelle nicht, um menschenwürdig leben zu können. Wir halten dies für einen moralischen Skandal. Menschen haben ein Anrecht auf eine menschenwürdige Entlohnung. Dies ergibt sich aus dem Grundgesetz (Art. i) ebenso wie aus der katholischen Sozialverkündigung.

Ich will dem Letzten ebensoviel geben wie Dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will?

Oder bist Du neidisch, weil ich gütig bin?"

heißt es im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Der Weinbergsbesitzer sorgt sich um seine Arbeiter - er gibt ihnen das, was sie für diesen Arbeitstag zum Leben brauchen. Dieser Denar, von dem die Rede ist, reichte damals aus, um eine Familie einen Tag zu ernähren. Es war also mit einem menschenwürdigen Mindestlohn vergleichbar.

 

Daten und Fakten

22,1% aller Beschäftigten beziehen Niedriglöhne.

 

Sogar 19% der Vollzeitbeschäftigten leben von Niedriglöhnen (14,9% in West- und 36% in Ostdeutschland):

 

davon haben 77,4% eine abgeschlossene Berufsausbildung, sind also nicht etwa ungelernt;

 

fast 75% sind mittleren Alters (25-54 Jahre), und nicht etwa ganz jung oder ganz alt;

 

89% sind Deutsche und nicht etwa ausländischer Herkunft.



In 20 der 27 EU-Ländern gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn.

Die anderen sechs Länder haben für alle Branchen allgemein verbindliche Tariflöhne, die alle Unternehmen zahlen müssen. Trotz anfänglicher Skepsis gibt es mittlerweile etwa in Großbritannien keinen Ökonomen mehr, der den volkswirtschaftlichen Erfolg bezweifelt.


Die Einführung des Mindestlohns hat dort vielmehr dazu geführt, Armut wirksam zu bekämpfen und die Binnenwirtschaft zu beleben.
Es lohnt sich also auch ökonomisch!

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Was in Deutschland in der Stunde verdient wird

2,75 Euro

 

verdiente ein Zimmermädchen in einem Hamburger Hotel. Für 140 Stunden Arbeit bekam sie 385,50 Euro.

 

2,79 Euro

 

verdient eine Küchenhilfe in Landshut -für 50 Stunden Arbeit in der Woche erhält sie 600 Euro.

 

5,81 Euro

 

ist der Stundenlohn bei einem privaten Postzusteller in Berlin. Bei 40 Wochenstunden kommt der Arbeitnehmer auf 1000 Euro, wenn er die Prämien voll ausgezahlt bekommt.

 

3,42 Euro

 

lautet der Stundenlohn eines mobilen Bäckereifachverkäufers in Thüringen. Zu 400 Euro Grundlohn kommen zehn Prozent Umsatzbeteiligung.

 

2,88 Euro

 

verdiente ein Dortmunder vor einigen Jahren am Bau. In 14 Tagen kam er gerade mal auf 400 Euro Lohn.

 

2,34 Euro

 

ist die Höhe des vertraglich zugesicherten Lohns einer Toilettenfrau in einem renommierten Lokal in München. Dadurch kommt sie in 100 Stunden auf 234 Euro.

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